PJ-Tertial Gynäkologie in St. Joseph Stift (6/2015 bis 10/2015)

Station(en)
S2 (Geburtshilfte), N2 (Gyn), Kreissaal
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Insgesamt war das Tertial, auf das ich mich im Vorfeld auch anhand der hier überwiegend positiven Berichte sehr gefreut habe, leider sehr enttäuschend. Studentische Lehre wird hier leider nicht großgeschrieben. Zudem waren wir zu viele Studenten (2 Geburtshilfe, 2 Gyn, 2 Famulanten), also schlechte Organisation.

Positiv auf der Geburtshilfe war, dass man im Rahmen der Abschlussuntersuchungen die Wöchnerinnen eigenständig untersuchen und Abschlussgespräche führen kann. Ansonsten ist sowohl die Anwesenheit bei Geburten als auch bei Sectios gefühlt wenig gewünscht. 1mal durfte ich bei einer Sectio mit zunähen, insg. nur 2-3mal am Tisch, sonst zuschauen. Die Schwestern/Hebammen sind zwar alle sehr nett, allerdings gibt es wenige, die einem an der Geburt gern etwas mehr teilhaben lassen. Die Ässistenzärzte geben sich Mühe, sind aber verständlicherweise noch sehr mit sich beschäftigt. Die FÄ opfern ihre Zeit für Studenten nur ungern. Die nette, erklärungsfreudige OÄ war bei mir leider im Urlaub.

Auf der Gyn auch wieder äußert nettes Pflegepersonal. Von den Ärzten wird man zu wenig integriert. Die Visite ist sehr gestückelt, sodass man da relativ wenig mitbekommt. 1x/Wo ChA-Visite. "PJ-Zimmer" zum selbstständigen Betreuen eigener Patienten gibt es nicht, selbst nach Anfrage nicht möglich. Patientenvorstellung bei Visite nicht möglich. Vor urogynäkologischen Eingriffen viele geplante Aufnahmen, von den akuten Zugängen bekommt man nur wenig mit. Nach mehrmaligem Anfragen durfte ich am letzten Tag im ambulanten OP bei einer Abrasio mitmachen. Sonst wenig Praxis --> Bsp.: KÄ aus der Uni will Handling an Rea-Einheit bei NG demonstrieren, PJler durften nich mit.

Im Allgemeinen merkt man, dass die Stationen mit PJlern relativ "verwöhnt" sind und sich weniger Mühe geben, den angehenden Kollegen etwas beizubringen, wobei es da natürlich Ausnahmen gab, leider aber zu wenige. Die anderen zu meiner Zeit anwesenden PJ´ler fühlten sich ähnlich schlecht betreut.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Rehas anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
373

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
4
Klinik insgesamt
3
Unterricht
3
Betreuung
4
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.93